

Dünn ist das iPad: mit nur 13,4 Millimeter dicke und mit einem Gewicht von nur 680 Gramm auch leicht. Als Betriebssystem kommt die gleiche Software wie auf dem iPhone zum Einsatz.
Bedient wird es über ein berührungssensitives Display mit 9,7 Zoll Diagonale mit sparsamer LED-Beleuchtung wie bereits beim iPhone und dem iPod touch.. Zur Ausstattung gehören wahlweise WLAN oder WLAN und UMTS. Den Anbieter für die UMTS-Karte sollen Käufer in Deutschland frei wählen können
iPad- Besitzer können auf Musik und Videos aus dem iTunes Store zugreifen und den iBookstore nutzen, um sich Inhalte aufs Gerät zu holen. Der Erfolg von Apple basiert auf der engen Verknüpfung von Soft- und Hardware - und das wird auch beim iPad fortgeführt.
Ein möglicher Nachteil: Das System ist geschlossen. Darum können nicht beliebige Anwendungen für den iPad genutzt werden - sie müssen wie beim iPhone aus dem App Store stammen. Laut Apple können fast alle der über 140 000 Programme aus dem App Store" auf dem iPad verwendet werden.
Mobile Computer mit Touchscreen und ohne Tastatur gibt es nun schon seit Jahren.Auch Tablet-PCs genannt, und sie arbeiten meist mit Windows als Betriebssystem. Sie wurden zum Beispiel für grafische Anwendungen oder von Außendienstler genutzt sagt Achim Barzczok von der Computerzeitschrift "c't". Für Privatanwender sind sie meist zu teuer. Darüber hinaus sind bei klassischen Tablet-PCs nicht alle Anwendungen über das Touchfelder zu steuern sagt Tim Bosenick, Geschäftsführer von Sirvaluse.
Das Unternehmen untersucht, wie gut oder wie schlecht sich technische Produkte verwenden lassen. Selbst wenn das neue ipad super zu bedienen ist, müsse es doch einen Nutzen haben: "Musik kann man schließlich besser auf dem iPod hören.Es könnte als Elektronische Zeitungen oder E-Books geutzt werden. Damit wäre dann zumindest eine Voraussetzung für den Erfolg des iPads erfüllt. Es bleibt aber die Frage, ob es alltagstauglich ist
Wie andere Experten, traut auch der IT-Fachmann Peter Knaak von der Stiftung Warentest Apple grundsätzlich zu, der Gattung der Tablet-PCs mit dem iPad zum großen Durchbruch zu verhelfen: "Apple hat gute Karten", sagt Knaak. Sollte es dem US-Hersteller gelingen, das Bedienkonzept vom iPhone auf das neue Gerät zu übertragen, sei man bei der Computerbedienung ein ganzes Stück weiter
Auch Achim Barzczok ist teils zuversichtlich und teils skeptisch: Für ein Gerät wie das iPad spreche, dass zum Beispiel das Display des iPhones für Videos eher zu klein ist. Auch eine Nachfrage für E-Books und E-Paper sieht Barzczok. "Die Frage ist allerdings, ob das ausreicht, um ein zusätzliches Gerät zu verkaufen."
Und als ein zusätzliches Gerät muss das iPad wohl gesehen werden - es ersetzt kein Net- oder Notebook. Ein Computer ohne Tastatur sei bisher für ernsthafte Anwendungen ohnehin kaum zu gebrauchen, urteilt Knaak. Immerhin bietet Apple jetzt aber die Bürosoftware iWork in einer speziell auf Touch abgestimmten Variante an.
Ob das iPad ein Erfolg wird, hänge auch vom Preis ab, meint Knaak. Einen "unglaublichen Preis" verspricht der Hersteller. Für einen Tablet-PC sind die angekündigten 499 US-Dollar (355 Euro) günstig. Für diesen Preis gibt es aber nur ein Einstiegsmodell mit 16 Gigabyte Speicher (GB).
Wer ein 64-GB-Modell haben möchte, muss mindestens 699 Dollar ausgeben. Das ist dann - gemessen an der Speichergröße - teuer. Und es gibt ein weiteres Problem: Anders als das iPhone taugt das iPad nicht zum Angeben. Mit seiner Größe lässt es sich nicht mal eben aus der Hosentasche zaubern und auf der Party vorzeigen.
Quelle Stol.it