

Im Wesentlichen unterscheidet man drei Notebook-Klassen: Subnotebooks, "normale" Notebooks und Desktop-Replacements. Bereits an der Display-Größe und dem Gewicht können Sie erkennen, um welches Gerät es sich handelt.
Besonders kleine und leichte Notebooks zählen zu den Subnotebooks. Sie wiegen weniger als zwei Kilogramm und die Bilddiagonale des Displays ist kleiner als 14-Zoll (knapp 35,5 Zentimeter). Sie empfehlen sich mit kompakten Maßen und einem geringen Gewicht für mobiles Arbeiten, in der Uni oder zum Präsentieren. Sie haben weniger Leistung und verzichten aus Stromspargründen mitunter auf ein optisches Laufwerk. Dafür hält der Akku sehr lang und sie arbeiten flüsterleise. Unter den kompakten Abmessungen leidet die Ergonomie. Für lange Arbeitssitzungen daher nicht zu empfehlen.
Das andere Extrem sind Desktop-Ersatz-Notebooks (kurz: DTR-Notebooks). Sie haben ein großes 17-Zoll-Display (43 Zentimeter) und wiegen zwischen 3,5 bis 5 Kilogramm. Es gibt vereinzelt auch schon 19- und 20-Zoll-Modelle, die stolze 8 Kilogramm auf die Waage bringen. DTR-Notebooks sollen einen Komplett-PC ersetzen. Daher stehen Ausstattung, Leistung und ein gutes Display mit hoher Auflösung im Vordergrund. Für mobiles Arbeiten sind DTRs wegen des relativ hohen Gewichts und der kurzen Akkulaufzeit ungeeignet.
Notebooks mit 15-Zoll-Display werden am häufigsten angeboten. Sie sind ein Kompromiss aus mobilem und stationärem Computer. Wer mit seinem Notebook mobil arbeiten möchte, sollte auf ein Gewicht von 2 bis 2,5 Kilogramm achten, die Grenze setzen wir bei maximal 3 Kilogramm. Mit einer Diagonale von 38 Zentimetern hat das Display das gewohnte 4:3-Bildformat. Breitbild-Notebooks arbeiten mit einem 15,4-Zoll-TFT im Seitenverhältnis 16:10. Welches Bildformat Sie bevorzugen, ist Geschmackssache. Die Auflösung des TFT-Panels sollte für ergonomisches Arbeiten zwischen 80 und 100 Bildpunkten pro Zoll (Dots per Inch - dpi) liegen.
Achten Sie auf eine möglichst breite Leertaste. An dieser können Sie testen, wie gut die Tasten verarbeitet sind: Drücken Sie die Leertaste ganz außen mit nur einem Finger herunter - sie darf nicht laut klacken und nicht verkanten. Der Cursor-Block ist in erster Linie für Spieler interessant. Mit ihm können Sie aber auch Webseiten ohne Maustaste oder separates Scrollfeld des Touchpads nach oben und unten rollen. Der Cursor-Block sollte etwas abgesetzt sein, damit Sie die Tasten blind treffen.
Das so genannte Touchpad hat sich als Mausersatz etabliert. Die Maustasten des Touchpads müssen leichtgängig und präzise arbeiten. Fürs bequeme Lesen langer Dokumente oder Internet-Seiten ist ein zusätzliches vertikales Scrollfeld hilfreich. Achtung: Meist funktioniert das Scrollen nur im Browser, aber nicht in Dokumenten. Hier hilft nur ausprobieren. Übrigens: Wenn Sie eine externe Maus anschließen, ist es hilfreich, wenn sich das Touchpad per Software oder Funktionstaste deaktivieren lässt. Sie langen sonst beim Tippen immer wieder auf das Mausfeld. Die Folgen sind lustig, manchmal verheerend: Sie springen in beliebige Bereiche oder markieren komplette Textblöcke, die prompt gelöscht werden.
Natürlich surft es sich kabellos am bequemsten im Netz. Viele Notebooks bieten einen Wireless-LAN-Chip und integrieren die Antenne im Display. Achten Sie auf die Beschreibung "Hexaband-Antenne": Die Antenne reicht bis in die Ecken des Notebook-Deckels und sichert Ihnen selbst in schwierigen Empfangssituationen den Internet-Zugang. Die meisten Notebooks bieten inzwischen kombiniertes W-LAN an, das die Standards 802.11a,b und g beherrscht. Ob der Netzwerk-Anschluss Gigabit-LAN oder übliches LAN bietet, ist unwichtig. Gigabit-LAN lohnt nur bei der Übertragung extrem großer Datenmengen.
Ein Blick auf die technischen Eckdaten erlaubt eine schnelle Leistungs-Einordnung. Maßgeblich ist die Kombination aus Prozessor, Arbeitsspeicher und Grafikkarte. Ein Notebook der untersten Preisklasse arbeitet garantiert mit einer Onboard-Grafik von Intel, Via oder SIS - das reicht locker fürs Surfen, Chatten, Texte tippen und das Gestalten eigener Webseiten oder Weblogs. Dafür braucht es auch kaum Prozessor-Power. Standard sind ein preisgünstiger Celeron-M von Intel oder alternativ AMDs Sempron. Wieviele Gigahertz der Prozessor bietet, ist für eine mobile Surfstation Nebensache. In der Hauptsache sollte aber auch ein Einsteiger-Notebook leise und im Akku-Betrieb länger als zweieinhalb Stunden arbeiten
Die Centrino-Notebooks mit Pentium-M-Prozessor werden immer mehr von den Zweikern-Varianten Core-Duo und Core-2-Duo abgelöst. Auch AMD bietet mit den Turion64-X2-Modellen preiswerte Varianten mit Zweikern-Technik an. Zweikern-Prozessoren sind up-to-date und selbst in der Einstiegsversion mit 2x 1,66 GHz ausreichend schnell für Multimedia-Anwendungen, Spiele und tägliche Aufgaben. Wenn Sie Wert auf Mobilität legen, dann sparen Sie sich eine separate 3D-Grafik und bleiben bei den stromsparenden Onboard-Chips. Ist Ihnen auch die 3D-Leistung wichtig, dann ist mindestens eine Mittelkasse-Grafik vom Typ Mobility Radeon X1600 oder Geforce Go 7600 empfehlenswert. Wenn Sie mehr Power benötigen, sollten Sie auf einen Prozessor mit über 2 GHz Takt achten. In Kombination mit 4.096 MByte Arbeitsspeicher und einer separaten Grafik vom Typ ATI Radeon HD 3470 oder Geforce 9600M GT.